Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Dr. med. Bernd Prieshof
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Zytologisches Labor
Onkologisch verantwortlicher Arzt
Fetus in der 13. Schwangerschaftswoche mit
normaler Nackenfalte
Moderne Ultraschalluntersuchung
Transvaginalultraschallbild mit Gebärmutter,
links ein ca. 3 cm großer, gutartiger Knoten
(Myom)
Bachstraße 55 • 88214 Ravensburg
Telefon 0751 – 26008
Telefax 0751 - 33281
drprieshof@aerzteteam-im-spital.de
www.frauenheilkunde-im-spital.de
Praxis Dr. med. Bernd Prieshof
Leistungsspektrum
Ersttrimesterscreening /Nackendichtemessung • Fehlbildungsdiagnostik • Dopplersonographie • Osteodensiometrie / Osteoporose • Schwangerenvorsorge • Krebsvorsorge • Brust-Ultraschall • Transvaginal-Ultraschall • Verhütung • Individuelle Gesundheitsleistungen
Leistungsspektrum
Ersttrimesterscreening /Nackendichtemessung
Als Alternative zur konventionellen Fruchtwasseruntersuchung auf genetische Störungen des ungeborenen Kindes (wie z.B. Mongolismus) hat sich in den letzten Jahren das sog. Ersttrimesterscreening durchgesetzt. Durch eine Ultraschallmessung der Nackenfalte des Kindes in Verbindung mit Blutwerten bei der Mutter in der 12. - 14. Schwanger-
schaftswoche kann mit 95 prozentiger Sicherheit eine genetische Störung des Kindes ausgeschlossen werden. Großer Vorteil dieser Methode ist, dass hierbei für das Kind keinerlei Risiken bestehen, während bei der Fruchtwasserpunktion in 0,5 - 1 Prozent der Fälle mit einer Fehlgeburt gerechnet werden muss.
Zur Qualitätssicherung setzt die Anwendung dieser Methode eine spezielle Weiterbildung und Zertifizierung mit theoretischer und praktischer Prüfung durch die FMF (fetal medical foundation) voraus.
Fehlbildungsdiagnostik
Die erweiterte Fehlbildungsdiagnostik bei Verdacht auf Entwicklungsstörung des ungeborenen Kindes gehört ebenfalls zum Angebotsspektrum unserer Praxis. Hierzu ist eine umfangreiche Ausbildung erforderlich, die von der Kassenärztliche Vereinigung und der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin streng überwacht wird. Es werden hohe Qualitätsanforderungen und Nachweis regelmäßiger Fortbildung verlangt
Dopplersonographie
Der Doppler-Ultraschall geht zurück auf den österreichischen Physiker Christian Johann Doppler (1803 - 1852). Er hat das Phänomen beschreiben, dass sich bei einem Objekt, das sich in Bewegung befindet (z.B. Blut in einer Ader) im Verhältnis zur Hörquelle (z.B. einem Ultraschallgerät) die Schallfrequenzen ändern. Mit diesem Phänomen können Durchblutungsverhältnisse in einem Organ oder einem ungeborenen Kind gemessen werden. Größte Bedeutung hat der Doppler in der Schwangerschaft, weil der Doppler-Ultraschall eine zuverlässige Aussage über den Zustand des Kindes erlaubt. Dies ist insbesondere bei Verdacht auf Funktionsstörung des Mutterkuchens (sog. Plazentainsuffizienz) sehr hilfreich.
Osteodensiometrie / Osteoporose
Osteoporose ist nach wie vor eine der wichtigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Die Krankenkassen geben jedes Jahr 5 Milliarden Euro für die Folgen von Osteoporose aus: für Operationen bei Knochenbrüchen, Rehabilitation, Schmerztherapie und Pflege bei Invalidität, Medikamente usw.
Risikofaktoren für Osteoporose sind:
- weibliches Geschlecht
- Wechseljahre
- betroffene Angehörige
- Rauchen
Untersuchungen zur Früherkennung der Osteoporose werden von den gesetzlichen Krankenkassen bisher nicht übernommen. Dabei kann man mit der Früherkennung den o.g. Folgen zuverlässig vorbeugen. Mit der Ultraschall-Mess-Sonde (Lunar), die ohne Röntgenstrahlen auskommt, kann man die Knochendichte zuverlässig bestimmen und ggf. mit Medikamenten behandeln.
Schwangerenvorsorge
Die gesetzliche Schwangerenvorsorge sieht nach Feststellung der Schwangerschaft einen Katalog aus regelmäßigen Untersuchungen vor. Es gehören neben der gynäkologischen Untersuchung und Test auf Scheideninfektionen dazu auch Bluttests (Blutgruppe, Antikörpersuchtest, Infektionstests auf Lues und Chlamydien, HIV-Test). Zusätzlich sind Ultraschalluntersuchungen in der 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche vorgeschrieben, um die normale Reifung des ungeborenen Kindes zu überwachen. Bei Verdacht auf vorzeitige Wehen oder Entwicklungsstörung des Kindes sind weitere Untersuchungen vorgeschrieben (siehe auch Vaginalultraschall, Fehlbildungsdiagnostik).
Krebsvorsorge
Jede gesetzlich versicherte Frau in Deutschland hat ab dem 20. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung. Dies beinhaltet in der frauenärztlichen Praxis neben dem Abtasten der Brust und der gynäkologischen Untersuchung auch den zytologischen Abstrich vom Gebärmutterhals. Bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr ist auch ein Test auf okkultes ("verstecktes") Blut im Stuhl vorgesehen, alternativ eine Darmspiegelung alle 10 Jahre. In Zukunft werden die gesetzlichen Krankenkassen auch regelmäßige Mammographien zulassen (sog. Mammographiescreening).
Brust-Ultraschall
Die Mammasonographie hat sich in den letzten Jahren zu einer zuverlässigen Ergänzung zur Mammographie entwickelt. Dies gilt insbesondere bei Frauen vor den Wechseljahren, bei denen aufgrund des dichten Drüsengewebes in der Mammographie oft keine zuverlässige Aussage getroffen werden kann. Auch bei familiärer Brustkrebsbelastung (z.B. Mutter oder Schwester an Brustkrebs erkrankt) oder im Rahmen der Tumornachsorge sind zusätzlich zur Mammographie Ultraschalluntersuchungen der Brust in regelmäßigen Abständen sinnvoll.
Transvaginal-Ultraschall
Die Transvaginalsonographie bietet die Möglichkeit, im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung mit der Sonde wenige Zentimeter an Gebärmutter und Eierstöcke heranzugehen und zuverlässige Aussagen über Veränderungen zu treffen, z.B. bei Verdacht auf Tumor, Myome, Entzündung oder Endometriose.
Pille
Die Pille ist neben Kondomen die am weitesten verbreitete Verhütungsmethode. Sie ist die zuverlässigste Methode überhaupt. Der sog. Pearl-Index, der beziffert, wie viele Frauen bei korrekter Anwendung ungewollt schwanger werden, ist so niedrig wie bei keiner anderen Verhütungsmethode.
Es sind in Deutschland über 80 verschiedene Pillen auf dem Markt, die sich in ihrer Wirkstoff- Zusammen zum Teil erheblich unterscheiden. Deshalb ist für jede Frau die individuelle Beratung, welche Pille am besten zu ihr passt, besonders wichtig.
Neben der Tablette gibt es die Pille inzwischen auch als Pflaster oder als Kunststoffring (Nuva-Ring ) der in die Scheide eingeführt wird. Beide Methoden sind vor allem bei jungen Frauen zunehmend gefragt.
Spirale
Die Spirale ist eine Verhütungsmethode, die viel besser ist als ihr Ruf. Insbesondere seit der Einführung der Hormonspirale Mirena ist die Verträglichkeit viel besser geworden. Schwache Regelblutung und weniger Schmerzen bei der Periode sind zusätzliche Vorteile. Komplikationen wie Entzündungen und spätere Unfruchtbarkeit treten kaum noch auf. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Hormonspirale 5 Jahre liegen bleiben kann. Nach wie vor wird diese Verhütungsmethode von Frauen bevorzugt, die bereits Kinder haben.
Verhütungsstäbchen
Das Verhütungsstäbchen Implanon funktioniert vom Wirkprinzip ähnlich wie die 3-Monatsspritze. Das Stäbchen wird in örtlicher Betäubung unter die Haut am Oberarm platziert und gibt kontinuierlich seinen Wirkstoff ab. Es kann drei Jahre liegen bleiben. Die Verträglichkeit ist gut, gelegentlich treten Zwischenblutungen auf.
Individuelle Gesundheitsleistungen
Das Gesundheitssystem in Deutschland ist eines der leistungsstärksten Systeme weltweit. Alle großen Risiken werden von der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt, z.B. Operationen, Behandlung nach einem Unfall, Krebsbehandlung. Außerdem gibt es ein umfassendes Programm zur Krebsvorbeugung.
Jedoch werden einige medizinisch sinnvolle Maßnahmen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht abgedeckt. Dazu gehören:
- Ultraschall von Brust und Unterleib als reine Vorsorgeuntersuchng.
- Knochendichtemessung als Vorbeugung gegen Osteoporose
- Ersttrimesterscreening zur Erkennung von genetischen Störungen in der Frühschwangerschaft
- Verbesserter Krebsvorsorgeabtsrich (Dünnschichtzytologie)
- Test auf humanes Papilloma Virus (HPV-Test)
- Toxoplasmose-Test in der Frühschwangerschaft
- Imunologischer Stuhltest zur Früherkennung von Darmkrebs, der mehr als doppelt so zuverlässig ist wie der herkömmliche Hämoccult -Test.
Diese Untersuchungen gehören zum Angebotsspektrum unserer Praxis. Bitte sprechen Sie uns bei Ihrem Termin darauf an, wir beraten Sie gerne.

