Dr. med. Axel Schmidt
Bachstraße 55 • 88214 Ravensburg
Telefon 0751 – 3 12 12
Telefax 0751 - 35 22 72
www.urologie-im-spital.de

Praxis Dr. med. Axel Schmidt

Leistungsspektrum

Gesamtes urologisches Operationsspektrum (z.B. Laser, endoskopisch, Schnitt-OP) • Männermedizin (Andrologie; Potenzstörungen, Fertilität) • Vorsorgeuntersuchungen • Tumortherapie • Ambulante Operationen (z.B. Sterilisationen, Beschneidungen) • Kinderurologie (z.B. Entwicklungsstörungen, Hodenhochstand) • Urologische Onkologie (Diagnostik und Behandlung von Tumoren) • Stationäre Operationen (z.B. Prostata, Niere) • Weibliche Inkontinenz • Extrakorporale Stosswellenlithotripsie (Entfernung von Nierensteinen) • Lasertherapie (bei gutartigen Prostatavergrößerungen)

Zusatzleistungen

Andrologie • Vorsorgeuntersuchungen (PSA) • Ultraschalluntersuchungen • Blasentumor-Früherkennung • Farbdoppler-Sonographie  Niere / Penis

Laserbehandlung der Prostata

Die moderne schonende Lasertherapie zur Behandlung des Prostata-Adenoms stellt von Anbeginn einen Schwerpunkt der Praxis dar. Auch ältere, vorerkrankte Patienten können durch dieses einfache Verfahren ambulant und risikofrei von den Beschwerden der Prostatavergrößerung befreit werden.

Männermedizin (Andrologie)

„Andrologie umfasst alle Bereiche der Medizin und der Naturwissenschaften, die sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes unter physiologischen und pathologischen Bedingungen auseinandersetzen." Anders gesagt, Andrologie ist die Lehre von den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen in allen Lebensphasen. Die zentralen Themen der Andrologie sind demnach:

  • die Störungen der Zeugungsfähigkeit (Infertilität),
  • die Störungen der Hormonbildung im Hoden (Hypogonadismus)
  • die Störungen der Erektionsfähigkeit (erektile Dysfunktion),
  • die männliche Verhütung (Kontrazeption) und
  • die Alterungsprozesse des Mannes (Seneszenz).
<-nach oben

Störungen der Zeugungsfähigkeit (Infertilität)
Die reproduktiven Funktionen des Mannes unter natürlichen und krankhaften Bedingungen stellen einen wichtigen Schwerpunkt der Andrologie dar. Als Partner des reproduktionsmedizinischen Gynäkologen können Andrologen wesentlich in der Erkennung und Behandlung von Störungen der Zeugungsfähigkeit des Mannes ärztlich tätig werden. Bei entsprechender Indikation können die Chancen auf Vaterschaft durch Hormongaben oder Antibiotika-Behandlung verbessert bzw. herbeigeführt werden. Eingehende Kenntnisse der Einflüsse von Umweltfaktoren (z.B. am Arbeitsplatz) sind zur Erkennung möglicher dadurch verursachter Fertilitätsstörungen erforderlich. Da auch Erkrankungen anderer Organsysteme wie z.B. Herz-Kreislauf, Leber, Niere zu Störungen der Zeugungsfähigkeit führen können, muss der Androloge in der Lage sein, derartige Erkrankungen zu erkennen.

Nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur assistierten Reproduktion müssen Andrologen heute in jedes reproduktionsmedizinische Team integriert sein, so dass die Kinderwunschbehandlung immer eine interdisziplinäre Aufgabe für Gynäkologen und Andrologen ist. Gerade im Zusammenhang mit den Verfahren der assistierten Reproduktion ist eine gründliche Kenntnis genetischer Ursachen männlicher Fertilitätsstörungen unabdingbar, da diese eventuell mit Hilfe der assistierten Fertilisation auf Nachkommen übertragen werden können.

<-nach oben

Störungen der Hormonbildung im Hoden (Hypogonadismus)
Eine Beeinträchtigung der Hormonbildung im Hoden (Testosteronmangel) führt zu schweren Störungen des Befindens und der Körperfunktionen (Blutbildung, Knochenstoffwechsel, Anabolismus, kognitive Funktionen, Stimmung, Libido und Erektionsfähigkeit). Die exakte Diagnostik eines Testosteronmangels und die Durchführung einer effektiven Substitutionstherapie mit Gelen, Tabletten, Kapseln oder Injektionen verbessert nicht nur die Lebensqualität des Patienten, sondern beugt auch schweren Folgeschäden (z.B. Knochenfrakturen) vor. Die sorgfältige Überwachung einer Testosteronsubstitution, die meistens lebenslang erfolgen muss, und das Erkennen eventueller Kontraindikationen gehören zu den Aufgaben des Andrologen.

<-nach oben

Störungen der Erektionsfähigkeit (erektile Dysfunktion)
Zahlreiche Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Karzinome führen zu Schädigungen der Erektionsfähigkeit und damit zu Impotenz. Umgekehrt kann das Auftreten einer erektilen Dysfunktion erster Hinweis für andere zugrunde liegende Störungen sein (z.B. koronare Herzkrankheit). Die Abklärung der Ursachen einer Erektionsstörung und ihre gezielte Behandlung mit den modernen Möglichkeiten der Psychotherapie und der medikamentösen Behandlung gehören zu den Aufgaben des Andrologen. Ebenso muss der Androloge mit den verschiedenen Grundkrankheiten vertraut sein, um unter Umständen weitere Fachärzte in die Behandlung einzubeziehen.

<-nach oben

Männliche Verhütung (Kontrazeption)
Während auf weiblicher Seite zahlreiche hormonelle und mechanische Verhütungsverfahren zur Verfügung stehen, die gleichermaßen sicher wie nebenwirkungsarm und jederzeit vollständig reversibel sind, gibt es für den Mann als sichere Verhütungsmethode nur die Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter), deren Indikation und Risiken der Androloge beherrschen muss. Wenngleich dieses Verfahren auch bei 80 % der Männer mittels operativer mikrochirurgischer Techniken erfolgreich rückgängig zu machen ist, bleibt ein hohes Restrisiko dafür, dass die natürliche Zeugungsfähigkeit nicht wieder erlangt wird. Neue hormonelle Verfahren zur männlichen Kontrazeption stehen in der klinischen Prüfung und werden, sobald sie zugelassen sind, vom Andrologen verordnet und überwacht werden können.

<-nach oben

Der alternde Mann (Seneszenz)
Nicht nur die Lebenserwartung der Frau, auch die des Mannes steigt ständig und damit verbunden auch der Wunsch nach hoher Lebensqualität im Alter. Während die Erforschung der Besonderheiten des Alterns der Frau zu klaren diagnostischen und therapeutischen Richtlinien geführt hat, fehlt eine vergleichbare Datenlage auf Seiten des Mannes. Die Forschung versucht, hier Abhilfe zu schaffen. Gleichzeitig besteht aber schon jetzt der Bedarf, spezifische Probleme alternder Männer zu erkennen und adäquat zu behandeln. Während Anti-Aging-Medizin und verschiedene unkontrollierte Behandlungsvorschläge in diese Lücke einspringen, ist es die Aufgabe des Andrologen, den alternden Mann evidenz-basiert zu betreuen. Dazu gehören die Besonderheiten der Zeugungsfähigkeit des alternden Mannes, die zunehmende erektile Dysfunktion, die LUTS-Symptomatik (Lower Urinary Tract Symptoms) mit Erkrankungen der Prostata, die Osteoporose mit erhöhtem Frakturrisiko sowie allgemeine internistische Erkrankungen, die vor allem den alternden Mann betreffen. Im Vordergrund der Behandlungsmöglichkeiten steht heute eine nach internationalen Empfehlungen zu erfolgende Testosteron-Substitution. Hinzu kommen insbesondere Maßnahmen der Prävention.

<-nach oben

Sterilisationen

Während auf weiblicher Seite zahlreiche hormonelle und mechanische Verhütungsverfahren zur Verfügung stehen, die gleichermaßen sicher wie nebenwirkungsarm und jederzeit vollständig reversibel sind, gibt es für den Mann als sichere Verhütungsmethode nur die Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter), deren Indikation und Risiken der Androloge beherrschen muss. Wenngleich dieses Verfahren auch bei 80 % der Männer mittels operativer mikrochirurgischer Techniken erfolgreich rückgängig zu machen ist, bleibt ein hohes Restrisiko dafür, dass die natürliche Zeugungsfähigkeit nicht wieder erlangt wir

<-nach oben

Urologische Onkologie

Dieses Gebiet der Medizin befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Tumoren des Harntraktes. Die primäre Zielgruppe sind Patienten mit Prostatakrebs, Nieren-, Hoden- und Blasenkrebs. Ärzte, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben, werden Uro-Onkologe genannt.

Prostatakrebs: Prostatakrebs ist die häufigste Krebsform bei Männern gefolgt von Lungenkrebs. Es ist, nach Lungen- und Darmkrebs, die dritthäufigste Todesursache für Krebspatienten. Es gab jedoch einen Rückgang an Fällen in den vergangenen Jahren, der sich auf Früherkennung und Diagnose zurückführen lässt. Früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr hoch. Prostatakrebs wird mit Hilfe eines Bluttests (PSA- Testverfahren) und digitaler Rektaluntersuchung diagnostiziert. Der chirurgische Eingriff ist die einzige Behandlungsmethode, bei der die Prostatadrüse (Glandula prostatae) ganz entfernt wird. Bei allen anderen Verfahren, wie der Bestrahlung, Brachytherapie und Kryochirurgie, wird die Prostatadrüse des Patienten nicht entfernt. Die Entscheidung darüber, welche Option für den Patienten am besten ist, variiert von Fall zu Fall.

Blasenkrebs: Etwa 54,000 neue Fälle von Blasenkrebs werden diagnostiziert und mehr als 12,500 Todesfälle sind auf Blasenkrebs zurückzuführen. Gewöhnlich haben Patienten eine Haematurie (Blut im Urin) und die beste Methode Blasenkrebs zu diagnostizieren ist die mittels der Zystoskopie. Indem in das Innere der Blase gesehen werden kann und eine Gewebeprobe entnommen wird, kann der Pathologe bestimmen, welche Form von Blasenkrebs vorliegt und wie aggressiv der Tumor ist. Bei der aggressiveren Form von Blasenkrebs, bei der das Muskelgewebe und die Blase befallen sind, wird für gewöhnlich die Blase durch einen Chirurgisches Verfahren entfernt. Die offene radikale Zystektomie ist das Standardverfahren in Verbindung mit einer Harnumleitung oder Bildung einer neuen Blase.

Nierenkrebs: Das Nierenzellkarzinom ist die am häufigsten diagnostizierte Form von Nierenkrebs. Die meisten dieser Tumore werden zufällig gefunden als ein Ergebnis von anderen Untersuchungsverfahren (z.B. Sonographie) Die radikale Nephrektomie oder partielle Nephrektomie sind die besten der verfügbaren Behandlungsmethoden für dieses Krankheitsbild. Während die chirurgische Entfernung der Niere oder einzelner Teile bei einzelnen Patienten erforderlich ist, kann die Mehrzahl dieser Tumore laparoskopisch oder durch die minimal-invasive Methode entfernt werden. Die Vorteile sind geringer Blutverlust und raschere Genesung mit gleichem onkologischen Resultat.

<-nach oben

Die teilweise oder partielle Nephrektomie: Die partielle Nephrektomie (auch nierenschonende partielle Chirurgie) wird üblicherweise angewandt, wenn der Tumor eine Größe von weniger als 4 cm hat und die gegenüberliegende Niere ( oder die andere Niere) nicht zufriedenstellend arbeitet. Eine gute Vorbereitung der Operation ist in diesem Fall der Schlüssel zum Erfolg - ganz gleich ob ein offener oder laparoskopischer Eingriff vorgenommen wird.

Hodenkrebs: Es gibt gut- und bösartige Hodentumore. Der bösartige, sog. maligne, Hodentumor, ist die häufigste Tumorerkrankung des jungen Mannes. Aber auch ältere Männer können, wenn auch seltener, an einem malignen Hodentumor erkranken. Weltweit registriert man eine steigende Tendenz, ohne die genauen Ursachen zu kennen. Es existieren viele unterschiedliche Tumorarten, die unterschiedliche Therapien erforderlich machen. Im wesentlichen unterscheidet man Seminome von Nichtseminomen, welches für die weitere Therapie und Nachsorge von entscheidender Bedeutung ist.

Ein Hodentumor verursacht in der Regel keine Schmerzen. Auffällig ist meist die derbe, zunehmende, einseitige Hodenschwellung. Eine Wasseransammlung im Hodensack, eine Hydrozele, kann einen Hodentumor maskieren.

Viele Hodentumore zeigen auffällige Veränderungen im Blut, sog. Tumormarker. Daher wird bereits bei Tumorverdacht, also vor einer Operation, Blut abgenommen, um spezielle Parameter bestimmen zu können. Die endgültige Diagnose wird erst nach operativer Entfernung des Hodens mit Zugang über die Leiste durch den Pathologen gestellt.

Zur Abklärung einer eventuellen Metastasierung erfolgen Computertomographien des Bauchraumes, des Brustraumes und des Kopfes. Bei Verdacht auf Knochenmetastasen wird zusätzlich eine radiologische Untersuchung des Skelettes, eine Skelettszintigraphie, durchgeführt.

Nach operativer Hodenentfernung und histologischer Sicherung eines malignen Hodentumors entscheidet die Tumorart und das Tumorstadium über die weitere Therapie. Im Anfangsstadium kann in einigen Fällen zunächst zugewartet werden. Eine weitere Therapie ist dann nicht notwendig. Manche Hodentumoren sind strahlensensibel, daher empfiehlt sich, z. B. beim reinen Seminom, die Bestrahlungstherapie. Bei manchen Nichtseminomen empfiehlt sich die Entfernung der Lymphbahnen des Hodens im Rahmen einer Operation. Alternativ wäre eine Chemotherapie durchzuführen.

<-nach oben

Vorsorgeuntersuchungen

Prostataerkrankungen

Prostataerkrankungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität des Mannes. Sowohl die gutartige Vergrößerung als auch die bösartige Veränderung der Prostata sind typische Erkrankungen des älteren Mannes. Deshalb zieht eine steigende Lebenserwartung auch eine Zunahme behandlungsbedürftiger Prostataerkrankungen nach sich. Etwa 50% aller Männer über 65 Jahre leiden unter Beschwerden des unteren Harntraktes aufgrund einer vergrößerten Prostata. Häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen, ein abgeschwächter Harnstrahl und Pressen beim Wasserlassen sind typische Symptome einer Prostatavergrößerung. Das Prostatakarzinom ist heute vor dem Lungenkarzinom die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen des Mannes. Entgegen einer verbreiteten Meinung bereitet ein Prostatakrebs anfangs weder Schmerzen noch Probleme beim Wasserlassen. Erst im fortgeschrittenen Stadium können diese auftreten. Oft ist eine Heilung dann jedoch nicht mehr möglich. Deshalb ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung die beste Möglichkeit, Prostatakrebs im heilbaren Stadium zu erkennen.

Seit 1971 gibt es in Deutschland ein Programm zur Früherkennung des Prostatakarzinoms (so genannte "Vorsorgeuntersuchung"). Diese Früherkennung wird allen Männern ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich angeboten. Sie beinhaltet neben Fragen zu Beschwerden beim Wasserlassen und einem Stuhltest auch eine rektale Untersuchung (Abtastung der Prostata). Seit Jahren wird dieses Angebot aber nur von 15 % der Männer in Anspruch genommen. Viele fürchten die Untersuchung der Prostata, die aber nur bei einer Prostataentzündung schmerzhaft ist. Durch die Bestimmung eines speziellen Blutwertes (PSA = Prostataspezifisches Antigen) und gegebenenfalls eine spezielle Ultraschalluntersuchung der Prostata (transrektale Sonografie) ist eine noch frühere Erkennung eines Prostatakrebses möglich

<-nach oben

PSA-Test
Dieser Bluttest ermöglicht über den Nachweis des Prostataspezifischen Antigens, eines Blutwertes, die Früherkennung von Prostatakarzinom in über 80 % der Fälle. Im Vergleich dazu ist die gesetzliche vorgesehene Tastuntersuchung nur in etwas mehr als 30% erfolgreich, Prostatakrebs rechtzeitig zu erkennen.
Die Bestimmung wird 1 x / Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Urologie empfohlen

Transrektale Prostatasonographie und Farbdopplersonographie
Hier wird Größe und Struktur der Prostata beurteilt und eine Früherkennung auch PSA-negativer Prostatakrebsveränderungen möglich. Nach den aktuellsten Daten der laufenden Früherkennungstudie ERSPC mit 35.000 Männern , vorgestellt von Prof. Weißbach , Berlin besteht eine Früherkennungswahrscheinlichkeit in der Kombination von
PSA-Test + transrektale Sonographie + digitale rektale Untersuchung von 818 erkannten Prostatakarzinomen gegenüber nur 150 entdeckten Tumoren bei der gesetzlich vorgesehenen Tastuntersuchung.

Im transrektalen Farbdoppler ist nach den Untersuchungen von Bartsch, Innsbruck die Früherkennungsrate für Prostatakrebs, insbesondere bei grenzwertigen PSA-Erhöhungen signifikant besser.

Blasentumormarker -NMP-22
Blasenkrebs ist eine tückische Erkrankung, welche meist über das Symptom Blut im Urin, rezidivierende Harnwegsinfektionen oder Unterbauchschmerzen auffällt.

Der derzeit wohl sensibelste Blasentumormarker-Test, welcher quantitativ im Urin ein Tumorantigen mit einer Sensitivität und Spezitivität von knapp 90 % nachweist, bietet eine zusätzliche Möglichkeit der Früherkennung neben der selbstverständlich als Basisuntersuchung anzusehenden Urin-Sedimentuntersuchung ggf. mit Zytologie und Phasenkontrastmikroskopie.

<-nach oben

Vorsorgeuntersuchungen bei der Frau
Nicht nur für Männer ist eine urologische Vorsorgeuntersuchung entscheidend zur frühzeitigen Erkennung häufiger und zum Teil gefährlicher Erkrankungen.

Das Harnblasenkarzinom ist eine der häufigsten Krebserkrankung der Frau und nimmt mit 7100 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland einen größeren Stellenwert ein als der Gebärmutterhalskrebs. Alle 20 Minuten erkrankt ein Patient in Deutschland an Blasenkrebs. Durch eine frühe Diagnose kann dieser Krebs häufig geheilt werden.

Heutzutage werden 60-70% der Nierentumoren zufällig im Rahmen von Routine- und Vorsorgeuntersuchungen festgestellt. Bei einer frühen Diagnose kann das Nierenzellkarzinom durch eine Operation geheilt werden, ist der Tumor noch klein, ist in vielen Fällen sogar ein Erhalt der Niere möglich.

Die Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem von Frauen in fast allen Altersklassen. Mehr als 2,5 Millionen Frauen in Deutschland sind inkontinent. Wenn man durch spezielle Ultraschalluntersuchungen wie z.B. Perinealsonographie oder Messung der Muskelkraft des Beckenbodens die Ursache der Inkontinenz in einem frühen Stadium feststellt, kann durch einfache Maßnahmen wie ein gezieltes Training die Inkontinenz deutlich gebessert werden.

Wir bieten Ihnen in einem abgestuften Vorsorgeprogramm Früherkennungsuntersuchungen für wichtige bösartige und gutartige urologische Erkrankungen.

<-nach oben

Ultraschalluntersuchungen

Bei urologischen Erkrankungen können mit Hilfe des Ultraschalls folgende Erkrankungen sichtbar gemacht werden:

  • Form- und Lageveränderungen der Nieren, Fehlbildungen
  • Harnsteine
  • Harnstauungen
  • Nierenzysten
  • Tumore
  • Restharn in der Blase
  • Prostatavergrößerungen

Ultraschall ist aus der modernen urologischen Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Der Ultraschall ermöglicht einen nebenwirkungsfreien und nicht belastenden Einblick in den Körper.

Die konventionelle Ultraschalldiagnostik erfolgt mit einem modernen, digitalen Ultraschallgerät. Bei Untersuchung der Nieren können neben Form, Größe und Lage der Organe, Tumor, Steine, Harnabflussstörungen und vieles mehr diagnostiziert werden.

Im retroperitonealen Raum werden die großen Körpergefäße (Aorta, untere Hohlvene) und ihre Nachbarregionen zum Ausschluss von z.B. Lymphknotenvergrößerungen dargestellt.

Die Untersuchung der Harnblase klärt Fragen nach Wandbeschaffenheit, Divertikel und Entleerungsstörungen der Harnblase. Auch eine orientierende Beurteilung der Vorsteherdrüse ist möglich.

Zur Untersuchung der Hoden und Nebenhoden bei Entzündungen, Tumore, Zysten und anderen Veränderungen ist eine gründliche Ultraschalluntersuchung notwendig.

Ultraschalluntersuchungen in der Urologie sind prinzipiell zu jeder Tageszeit möglich. Bei bestimmten Fragestellungen ist es jedoch besser, wenn Sie nüchtern zur Untersuchung kommen.

<-nach oben

Transrektaler Ultraschall
Der transrektale Ultraschall (TRUS) ist die modernste Methode zur Untersuchung von Prostata und Samenblasen. Hierbei wird eine kleine Ultraschallsonde (fingerdick) über den Enddarm eingeführt und ermöglich die Untersuchung von Prostata und Samenblase aus wenigen Millimetern Abstand. Der TRUS zeigt die Drüse in ihrer zonalen Struktur und erlaubt Aussagen über Größe, Entzündungen, Verkalkungen und Prostatasteine. Tumorverdächtige Regionen lassen sich abgrenzen und ultraschallgestützt gezielt punktieren, um Gewebematerial zur feingeweblichen Diagnostik bei der Frage eines möglichen Prostata-Krebses zu gewinnen. Ein Tumorausschluss ist jedoch nicht möglich. Bei einem nachgewiesenen Tumor liefert der TRUS entscheidende Daten über Tumorausdehnung zur Planung der weiteren Therapie. Zur Beurteilung von Prostata und Samenblasen ist der TRUS dem CT und MRT zumindest ebenbürtig. 

Farbdoppler-Sonographie

Mit der Farbdoppler-Sonographie können die Durchblutungsverhältnisse der Urogenital-organe untersucht werden (z.B. Abklärung einer renalen Hypertonie, Impotenzabklärung).

Zur organischen Abklärung des Symptoms einer Erektionsstörung bieten wir die farbdoppler-sonographische Untersuchung der Penisgefäße, sowie der vorgeschalteten Gefäße des Bauchraums an. Hierbei können mögliche Ursachen wie Gefäßverkalkungen, -verengungen, aber auch mögliche Gefäßerweiterungen erkannt werden.

Vor Einleitung einer Therapie können somit Risikopatienten mit auch möglichen Herzerkrankungen einer weiteren diagnostischen Abklärung zugeführt werden.

<-nach oben